Anrufe, die niemand tätigen sollte.

Heute ist der 13. Januar 2020, in 15 Tagen findet die Beisetzung meines Kindes statt und ich habe gerade mit dem Krematorium telefoniert. Wie surreal. Aber meine Realität.

Nach der Fehlgeburt fragte man mich im Krankenhaus, ob ich mein Baby noch einmal sehen wollte. Ich lehnte ab, denn es war vorbei und ich wollte abschließen. Mittlerweile bereue ich diese Entscheidung. Im Nachhinein hätte ich mein Baby doch gerne mal gestreichelt, die kleinen Fingerchen berührt und schützend meine Hand darüber gelegt. Aber das habe ich nicht. Ich habe beim Krematorium gefragt, ob ich das vor der Beisetzung darf. Darf ich nicht. Mein Baby war zu klein, die Schwangerschaft noch nicht weit genug. Und das ist okay. Für mich war es in dem Moment die richtige Entscheidung, um mich und meine Familie zu schützen. Ich glaube nicht dass ich das emotional ausgehalten hätte. Musste schon so viel aushalten, das ging nicht auch noch. Ich tröste mich damit, dass Noah zu uns nach Hause darf. Zwar nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten, aber so ist Noah immer bei uns. Immer mitten im Trubel, mitten im Familienleben.

Nur halt, irgendwie anders.

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